Neuigkeiten

2013-01-14 10:18

Großes Update unter Modelle

In der Kategorie Modelle gibt es eine neue Struktur und ELF neue Gebäudemodelle zu entdecken. Außerdem wurden bei vorhandenen Bauten die Bilder durch bessere ersetzt.

Ebenfalls unter Modelle finden Sie nun eine Übersicht aller Bausätze, die zwischen 2007 und 2011 unter "1zu220-Modelle" vertrieben wurden.

2012-07-14 18:38

Neuer Vorbildbeitrag

Unter Vorbildbeiträge --> Sonderfahrten finden Sie einen neuen Beitrag über einen Ausflug zum Bayernhafen Aschaffenburg und zur Spessartrampe zwischen Laufach und Heigenbrücken.

Besucherzähler

Besucher Statistik
Online:
2
Besucher heute:
20
Besucher gesamt:
123204
Besucher pro Tag: Ø
39
Zählung seit:
 2011-10-17

Anleitung 2: Kiefern

In dieser Anleitung möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie aus etwas Draht, Lötzinn und Beflockung eine wunderbare und einmalige Kiefer zaubern können.


Benötigtes Material:

  1. ca. 20 Drähte mit 0,4mm Durchmesser
  2. Messingschraube max. 3x15mm
  3. ein Stück Schrumpfschlauch
  4. viel Lötzinn mit ca. 1mm Durchmesser
  5. Flussmittel (am besten Lötwasser)
  6. Weißleim
  7. feinen und sehr feinen Sand
  8. braune Abtönfarbe
  9. Baumwollfaden (Stopfgarn)
  10. dunkelgrüne Foliage (z.B. Woodland)

 

Bild 1

Benötigtes Werkzeug:

  1. Lötkolben mit mehr als 50 Watt
  2. Seitenschneider
  3. kleine Zange
  4. Sekundenkleber
  5. Feuerzeug
  6. Pinsel
  7. Schraubstock

Schritt 1:


Als erstes werden die Drähte auf die gewünschte Länge des Baumes gebracht. Eine Kiefer kann bis zu 30m hoch werden, daher ist eine Länge der Drähte von bis zu 13cm sinnvoll. Kleinere Bäume gibt es natürlich auch. Es ist zu beachten, dass der fertige Baum etwas kürzer wird, als die Drähte.
Die Drähte werden dann mit einem Stück Schrumpfschlauch zusammengefasst und auf einer Seite bündig geschoben. Durch ein leichtes Auseinanderbiegen der Drähte kann der Wurzelansatz dargestellt werden.

 

Schritt 2:


Nun wird die Messingschraube mit dem Gewinde in den Schraubstock gespannt und mit etwas Lötwasser benetzt. Die Drähte werden am hinteren Ende mit der Zange genommen und vorne in Lötwasser getaucht. Jetzt auf der Lötspitze viel Lötzinn schmelzen und von unten gegen die Drähte halten. Das Lötzinn sollte sich nun zwischen die Drähte ziehen. Dies solange wiederholen, bis der untere Teil des Stammes bis zum Schrumpfschlauch komplett verzinnt ist.
Die Messingschraube sollte auch großzügig verzinnt werden. Danach die Drähte an die Schraube halten und beides mit dem Lötkolben erhitzen, bis das Lötzinn sauber zusammengeflossen ist. Dies kann einige Zeit beanspruchen, jedoch sollte dieser Schritt ordentlich gemacht werden, damit der Baum später nicht von der Schraube abbricht.

 

Schritt 3:


Das aufgelötete Drahtbüschel wird jetzt senkrecht mit der Schraube in den Schraubstock gespannt. Man greift von oben alle Drähte und fängt an sie zusammen zu verdrillen. Das sollte soweit gemacht, bis zu der Stelle, an der die Baumkrone anfangen soll. Zwischendurch können immer wieder einzelne Drähte herausgebogen werden, welche abgestobene Äste darstellen. Vier bis fünf sollten aber genügen, damit noch ausreichend Drähte für die Krone übrig bleiben.

 

Schritt 4:


Der Stamm wird nun mit Flussmittel eingestrichen. Um den schon verlöteten Teil muss ein feuchtes Tuch (Taschentuch) gelegt werden, damit sich dieser Teil nicht mehr löst. Dann den Lötkolben von hinten gegen die Drähte halten. Ist der Stamm genug aufgeheizt von vorne Lötzinn zuführen. Sollte es nicht sauber zerfließen und sich zwischen die Drähte ziehen, das Lötzinn zwischen den Stamm und den Lötkolben halten. Dort sollte es auf jeden Fall funktionieren. Das so lange wiederholen bis der Stamm außen fast glatt ist. Wenn außen anfangen Tropfen herabzulaufen, dann aufhören und die Tropfen noch verstreichen.

 

Bild 2


Schritt 5:


Nach dem Abkühlen können wir uns der Gestaltung der Baumkrone zuwenden. Hier werden die übrigen Drähte immer weiter verdrillt. Überall, wo ein Ast stehen soll, werden zwei oder drei Drähte rechtwinklig herausgebogen. Die Restlichen werden weiter gedrillt, bis zum Schluss nur noch zwei übrig bleiben.

 

Schritt 6:


Die herausstehenden Drahtbündel werden jetzt auch wieder verdrillt. Bei drei Drähten werden erst alle drei zusammengedreht, nach einem kurzen Stück einer herausgebogen und die restlichen noch ein Stück verdrillt. So entstehen nach und nach die Äste, die sich dann noch einmal teilen.
Um dem Baum ein ordentliches Alter zu bescheinigen, kann die Krone jetzt mit der Zange noch etwas verbogen werden. So wirkt der Baum knorriger und natürlicher.

 

Schritt 7:


Die Äste und der Rest des Stammes werden nun wieder mit Lötwasser eingepinselt und verzinnt, wie in Schritt 4 beschrieben. Hierbei sollte ein besonderes Augenmerk auf die Gabelungen an Stamm und Ästen gelegt werden. Hier muss soviel Zinn aufgetragen werden, dass es wie eine natürlich gewachsene Verbindung aussieht. Zum Schluss werden noch die dünnsten Äste passend gekürzt.

 

Bild 3


Schritt 8:


Das Grundgerüst des Baumes ist jetzt fertig. Nun beginnen wir mit der Gestaltung der Rinde. Hierzu wird das Stopfgarn um die Schraube verknotet. Anschließend wird es immer schön paralell nebeneinander um den kompletten Stamm gewickelt. Am unteren Ende können ruhig zwei oder drei Lagen aufeinander gewickelt werden. So wird der Wurzelansatz noch einmal betont. Nach oben hin aber immer dünner werden. Am oberen Ende des Stamms wird der Faden mit Sekundenkleber befestigt und abgeschnitten.

 

Schritt 9:


Durch die Fasern des Fadens sieht der Stamm jetzt aus wie ein schöner flauschiger Teppich. Dies ist jedoch für die weitere Behandlung hinderlich und muss entfernt werden. Dazu wird der komplette Stamm kurz mit dem Feuerzeug abgeflammt. Bitte vorsichtig sein, damit das Garn nicht anfängt zu brennen! Jetzt ist der Baum für den nächsten Schritt fertig.

 

Schritt 10:


Fangen wir mit der Farbgebung des Baums an. Wir beginnen mit einer dickeren Schicht von dunkelbrauner Abtönfarbe. Der Stamm wird jetzt damit komplett eingestrichen. In die noch nasse Farbe wird gleichmäßig eine geringe Menge an feinen Sand gestreut. Danach den Stamm noch einmal mit dem ganz feinen Sand einstreuen. Jetzt können die Äste auch bepinselt werden. Auf diese wird nur der ganz feine Sand und auch nur sehr wenig davon gestreut. Es sollen nur die Lücken zwischen den Drähten etwas gefüllt werden.
Ist die erste Schicht getrocknet wird ein noch etwas dunkleres Braun angemischt. Damit wird der Stamm noch einmal angemalt. Dieses Mal jedoch nicht so gleichmäßig, denn es soll mit der Farbe nur die Kontur der Sandkörner etwas abgeschwächt werden.

 

Bild 4


Schritt 11:


Ist alles gut durchgetrocknet wird der Knoten an der Schraube abgeschnitten und entfernt. Durch die Farbe ist das Garn verklebt und kann sich nicht mehr lösen. Jetzt zupfen oder schneiden wir Stückchen aus der grünen Foliage. Diese Fetzen werden mit Weißleim auf die Äste geklebt. Dazu den Leim dick auf die Äste auftragen und anschließend die Foliage hineindrücken. Am besten ist es, wenn das Stück um die Astgabel gelegt werden kann. Sollte man von unten noch zuviel Ast sehen können, noch ein kleines Stück von unten anleimen.

 

Schritt 12:


Hier können wieder unschöne Fäden abstehen. Auch diese werden jetzt vorsichtig mit dem Feuerzeug abgeflammt. Hierbei muss man jedoch um einiges vorsichtiger sein. Die Foliage brennt fast sofort. Diesen Schritt sollten Sie im Freien durchführen, die Dämpfe riechen nicht besonders gut und sind außerdem noch ungesund. Es ist jedoch die beste und schnellste Variante, den Fädchen Herr zu werden.

 

Fertig!


Ihr erster Baum ist nun fertig. Sollte er noch nicht perfekt sein, nicht aufgeben. Mit etwas Übung und Geduld kann jeder diese Bäum fast naturgetreu hinbekommen. Wie hat schon vor langer Zeit ein kluger Kopf gesagt: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!" und "Übung macht den Meister!"

 

Bild 5


Kommentare


Zurück